Montag, Januar 29, 2007

auto.

ach ja, herr k. und ich haben seit letztem wochenende ein auto zur verfügung. es ist lila, hat winterreifen und heißt pummeluff. fotos folgen bald.

zuerst waren floratinaluna (floratinaluna sind drei hunde und ist kein medikament) kaum herauszubekommen. doch nach waschen, mit duftbaum, neuen schonbezügen und fußmatten haben wir sie vertrieben.

update 2007_0130 pummeluff disst mich. fährt herr k. ist alles gut. fahre ich, so geht er an jeder zweiten ampel aus. gestern bin ich zweimal mitten auf der kreuzung stehen geblieben weil die ampel gerade grün wurde, ich also von der bremse runter bin, pummeluff aber just in diesem moment beschloss den motor auszumachen und wir deshalb - bis ich bemerkte, dass das gas nicht mehr geht - gemächlich mittig auf die kreuzung rollten. jesses.

update 2008_1016 im august ist pummeluff vom ADAC aufgeschraubt worden. jesses das war aufregend. pummeluff hatte den schlüssel im kofferraum und herr k. war schlau und wurde gleich mitglied, so war die operation kostenlos.

Freitag, Januar 26, 2007

fotologue.

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Ich habe seit heute ein ansprechendes und kostenloses Fotoalbum im Internet (siehe auch rechte Spalte). Dort gibt es Eindrücke von meinen Reisen nach Australien, Neuseeland (2005) und Spanien (2003). Und alles gratis für Euch zum Anschauen! Viel Vergnügen. Und vielleicht erzählt mir jemand welches nordspanische Grabsteinnischenfenster einen Preis gewinnen sollte.

update 2008_1016 Seit kurzem habe ich meinen fotologue um wunderschöne Fotos aus Hongkong und Taiwan erweitert.

Samstag, Januar 20, 2007

Donnerstag, Januar 18, 2007

Zeit-Kritik III: Adieu l'Afrique.

Als ich heute die Zeit überflog, fiel mir wieder einmal eine unübersichtliche Grafik auf. Das geht ohne viel Aufwand besser.

Eine Grafik soll einen Zusammenhang veranschlaulichen. Sie soll schnell und intuitiv zu verstehen sein; ohne lange Legenden und Erklärungen. Sie soll die Information maximieren, d.h. eine große Informationsdichte bieten.

Die Grafik auf Seite 8 der Print-Ausgabe 4/2007 weist einige Defizite auf.

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- Die Symbole sind uneinheitlich gewählt (ein Soldat, eine Flagge) und befinden sich in der Legende und nicht auf der Karte.

- Aufgrund der raren Information auf der Karte ist der Leser gezwungen, immer wieder zwischen Karte und Legende hin- und her zu springen. Er muss die Nummern 1 bis 9 auf der Karte mit Ländern und deren Soldatenzahl der Legende verbinden. Um ein Gesamtbild von der Lage zu gewinnen, muss der Leser die Legende gar auswendig lernen - ein zeitaufwändiges Unterfangen.

- Der Wechsel zwischen Karte und Legende wird erheblich gestört, weil die Abfolge der Information chaotisch ist: 1. Die Zahlen auf der Karte und 2. die Legende sind ungeordnet - eine Ordnung der Information könnte idealerweise absteigend nach der Truppenstärke oder zumindest alphabetisch erfolgen.

- Die Grafik bietet kaum Information - die Karte zeigt nur, dass einige afrikanische Staaten hervorgehoben sind. Der Leser gewinnt den Eindruck, dass vor allem das nördliche Zentralafrika (Nummern 4, 6, 7 und 9) unter französischer Kontrolle befindet. Auch die Legende bietet nicht viel Information (9 Zahlen, zugeordnet zu 9 afrikanischen Staaten).
Außerdem enthält die Karte nicht die in der Überschrift versprochene Information: die Darstellung eines Rückgangs des französischen Einflusses. Dafür wären longitudinale Daten erforderlich.


Meine überarbeitete Version umgeht manche dieser Defizite.

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- Die Länder wurden direkt beschriftet. Die Reduktion der Legende erspart eine Nummerierung von 1 bis 9 und erhöht den Lesefluss.

- Die nackten Zahlen wurden durch schicke Soldaten ersetzt; ein Vergleich der Länder kann auf diese Weise intuitiver und schneller nachvollzogen werden.

- Es interessieren nur Länder mit momentan stationierten französischen Soldaten. Die anderen Grenzen wurden entfernt, um die Information weiter zu fokussieren.

Um dem Artikel "Adieu l'Afrique" gerecht zu werden wären noch mehr Verbesserungen wünschbar: Würde die Grafik mit Daten aus verschiedenen Zeitpunkten angereichtert, erfüllte sie ihren Zweck: eine Präsentation des schwindenen Einflusses Frankreichs in Afrika.
Dazu vielleicht später mehr.

Mittwoch, Januar 17, 2007

addicted to you tube.



ich mag auch so einen film machen! mit scabbers und düssi und camus und krümel und paul und liesbeth und elsbeth und.

Mittwoch, Januar 10, 2007

praktikum?

Der Elbrus ist der höchste Berg Europas und liegt fast in Georgien. Ich habe mich für ein Praktikum in Südgeorgien beworben. Vielleicht kann ich von dort aus den Ebrus sehen; Georgien ist nämlich nicht größer als Bayern und sehr mountainös.

Mittwoch, Januar 03, 2007

düssi ist weg.

düssi, der kleine pinguin, ist seit geraumer zeit verschwunden. camus kann kaum noch schlafen vor aufregung und rührt keine karotte mehr an. plötzlich kommt ein fremder zu camus nach hause und stellt fragen.

update 2007_0129
düssi ist wieder da!!!
ich glaube wir kamen auf das thema weil die macht (die fernbedienung von philipp) seit gestern verschwunden war. herr k. und ich unterhielten uns kurz vor dem schlafengehen und herr k. kam darauf zu sprechen warum es denn so sei, dass man immer wieder dinge verlöre oder wieso dinge einfach so verschwinden können. ich erklärte ihm, dass wir menschen sind und dass menschen vergesslich sind und dinge verlegen. da fiel mir ein, dass düssi immer noch verschwunden war und wurde traurig und erinnerte daran, wie toll es war als düssi noch da war und dass er ja jetzt verschwunden sei. ich wollte zuerst sagen "tot" aber dann dachte ich daran, dass wir ja bisher keine leiche gesehen hatten und verwendete das adverb (?) "verschwunden".
und plötzlich rief herr k. "ich weiss wo düssi ist! ich habe ihn sogar vor kurzem gesehen aber habe es dann wieder vergessen. er ist in der schublade!"
herr k. sprang auf und holte - oh wunder! - düssi aus der schublade. empört warf ich ihm vor wie er düssi sehen könne und sofort wieder vergessen wo wir ihn doch schon seit mehreren wochen vermissen. herr k. faselte etwas von der unergründlichkeit des menschlichen gehirns und dass ich mich lieber über düssis rückkehr freuen solle und dass womöglich ich selbst düssi versteckt hätte um das comic schreiben zu können. aber das stimmte nicht.
"wie kannst du nur düssi sehen und wieder vergessen!!" ich konnte es nicht glauben.
- "ich habe nur die brillianten seines fußbandes blitzen gesehen" lenkte herr k. entschuldigend ein.
"düssi sieht mit der fusskette ganz schön schwul aus" überlegte ich. "ist er ja auch" sagte herr k. als wäre das ein gemeinplatz. da ich mich zuvor noch nie mit düssis sexualität beschäftigt hatte schwieg ich lieber und freute mich, dass der kleine pinguin wieder da war.

Donnerstag, Dezember 07, 2006

`cause we were never being bored.



plötzlich war beim drucken der hintergrund gelb. 8 stunden vor abgabefrist waren alle abbildungen und tabellen falsch numeriert und eine verschwunden. beim binden war ein schwarzer balken in der grafik. ich musste mich mit unfähigen copyshop-arbeitern streiten und habe den shop gewechselt. ich habe 90 € zum fenstern aus geworfen, weil die ersten beiden bindungen schrott waren. der böse mitarbeiter hat mir ein A3-blatt schief gefaltet und 5 € für seinen fehler berechnet. 6 stunden vor abgabefrist war ich dann auf der suche nach einem fähigen copy-shop. im prüfungsamt haben sie meine kartei nicht gefunden. ich bin das gegenteil von einer karteileiche. ich bin ein student ohne prüfungskartei, nach dem ich schon immer ein student ohne uni-login und ohne uni-e-mail-adresse war. eine seitenzahl im inhaltsverzeichnis war nicht mit den anderen seitenzahlen in reihe. gestern hatte ich noch keine einleitung. es war unglaublich stressig in den letzten sechs wochen. aber es hat ja alles geklappt. mit halbem cartogram. und die A3-seiten mit selbstgefalteter din-norm-gerechter faltung. alles in monotype bembo. vielen dank mr. tufte. ich widme diese arbeit dem liebling für die geduld und hinweise, mr. tufte für die grafiktipps und karantula für die vielen hinweise.

Mittwoch, Dezember 06, 2006

wunschliste 2006.

für alle die noch ein geschenk für mich suchen und denen eine alf-kassette zu profan ist:

meine amazon-wunschliste. sie ist vom amerikanischen amazon, aber die meisten bücher kann man auch in deutschland bestellen. oder macht euch den klasse kurswert des euro zunutze und kauft in den usa (1 euro sind zurzeit 1,33 dollar).

update: ich vergaß die liste öffentlich zu machen. jetzt könnt ihr sie sehen! ...nachdem ihr meinen namen eingegeben habt (der der im pass steht).

Dienstag, November 28, 2006

Brasilianische Fischpfanne mit Reis



150 g Garnelen oder Flusskrebse. geputzt, frisch
150 g Seelachs. geputzt, frisch
150 g Lachs. geputzt, frisch
½ Zitrone
2 Knoblauchzehen
½ Charlotte
1 Paprikaschote
½ kg Tomaten
2 EL Palmfett (Palmöl)
½ Dose Kokoscreme, ungezuckert
½ Bund Koriandergrün
½ EL Oliven
3 EL Olivenöl
150 g Reis, parboiled
Salz
½ TL Sambal Oelek

Den Reis salzen und kochen.
Fische und Garnelen säubern,in eine Schüssel geben und mit dem Saft der halben Zitrone, 2 durchgedrückten Knoblauchzehen und etwas Salz vermischen und mindestens 30 Minuten durchziehen lassen.
Eine große Pfanne erhitzen. 4 EL Olivenöl darin heiß werden lassen und die Fische und Garnelen darin von allen Seiten anbraten. Dann wieder aus der Pfanne entnehmen und beiseite stellen.
Zwiebel in Scheiben in dem restlichen Fett dünsten, Paprika geschnitten zugeben und weiterdünsten. Die klein geschnittenen Tomaten, die ganzen Oliven und 1 TL Salz zugeben. Einkochen lassen (5-10 Minuten).
Das Palmöl, die Kokoscreme und den klein geschnittenen Koriander untermischen und gut verrühren. Mit Salz und Samal Oelek abschmecken. Die Fische und Garnelen zugeben und bei niedriger Stufe gar ziehen lassen.

Montag, November 27, 2006

Gestern nacht.

Mein Schlaf-Wach-Rhythmus war ja schon immer etwas jenseits der Norm. Hinkte er seit meiner frühsten Kindheit täglich eine Stunde nach, ist er jetzt total im Eimer aber konstant. Ich weiss nicht ob ich mich darüber freuen soll, dass ich nachts pünktlich zwischen 2 und 3 aufwache.



Gestern waren wir im neuen James Bond Casino Royale. Ein toller Film ist das. Als nach gefühlten 60 Minuten der Abspann kam dachte ich "was aber warum kommt der mittendrin?". Es waren 144 Minuten. Da es die Spätvorstellung war konnte ich von 3 bis 9 Uhr durchschlafen. Und dann noch mal von 11 bis 14 Uhr. Ein Traum!

Freitag, November 24, 2006

alf.


Als ich Ende der 80er Jahre Alf auf ZDF geschaut habe, hat meine Oma (welcher der einzige Fernseher meiner Kindheit gehörte - ein Farbfernsehgerät ohne Fernbedienung aber mit imitierter Holzverschalung und drei Programmen und Tasten von 1-9 neben der Bildröhre) gesagt, dass Alf nicht gut sei, weil es Ausserirdische überhaupt nicht gäbe. Das wäre neumodischer Quatsch. Deshalb äusserte ich nie den Wunsch nach einer Alf-Kassette. Jetzt habe ich mich emanzipiert. Als Fan wünsche ich mir diese Weihnachten originale Alf-Kassetten. Ich habe bis jetzt nur Folge 21. Besonders freue ich mich über hohe Folgennummern.

update 2007_0212 Hurra. Ab heute bin ich stolzer Besitzer der Folgen 1-10 und 21.

Samstag, November 11, 2006

Ist das richtig? II


die duplo schafft mich. ich hatte am montag eine diskussion mit meiner professur. danach war ich drei tage total durch den wind. infolge dieser diskussion träumte mir zuerst, dass meine eltern ein neues teures auto gekauft hätten. promt hatten sie einen unfall und das auto war schrott. blöd war, dass mama zuvor vergaß die versicherungspolice zur post zu bringen. den tag darauf beschloss ich mich mit irdischen dingen zu beschäftigen und hausfrau zu spielen und ging zum konsum um sachen für einen kohlrabi-auflauf zu kaufen. auf dem weg hat mich am taxi-stand beinahe eine taxifahrerin während ihres wendemanövers überfahren - sie sah mir in die augen und fuhr in einem schnellen kreis 30 cm entfernt in einem halbkreis um mich herum. ich schrie sie an was das soll so schnell auf mich zuzufahren. sie pampte zurück. ich schrie: "ja super vielen dank!" ich kann nun david aus six feet under nachempfinden wie er sich die tage und wochen gefühlt haben muss nachdem er von diesem irren gekidnappt worden und mit benzin übergossen worden war. benebelt all dieser ungerechtigkeit zutiefst getroffen irrte ich zwischen den regalen herum. wie kam sie dazu mich gerade heute so von der seite anzufahren? ich malte mir aus wie ich zu ihr zurückging und sie zur rede stellte. mir stiegen die tränen in die augen und ich wollte mich ins gefrierfach zu den tiefkühlpizzas legen. am abend darauf kam ein herzzerreissender bericht über kühe auf der autobahn im fernsehen. polizisten schossen mit langen flinten auf die arme kuh, die über die mittelstreifenbegrenzung sprang und auf der glatten fahrbahn hin- und her schlitterte. sie blutete von den schüssen getroffen aus dem mund. wie kann es sein dass kühe in deutschland so schlecht behandelt werden! ich möchte nicht in einem land leben, in dem kühe erschossen werden, nur weil sie auf die autobahn laufen! eine andere kuh floh vor dem schlachter auf die autobahn - sie wurde erschossen. wer macht sowas, kühe als ladungsverlust. kühe sind keine gegenstände! nein, das darf nicht sein. gestern malte ich mir beim einschlafen aus, wie ich im superheldentrikot über die autobahn flog und zum abschuss freigegebene kühe rettete und auf eine hübsche indische wiese brachte. in indien gibt es keine autobahnen. ich bin gegen die todesstrafe.

Donnerstag, Oktober 26, 2006

countdown.

nur noch 42 tage bis zur abgabe meiner duplo. deshalb bin ich zurzeit nicht so bloggophil. aber eine wissensfrage schaffe ich allemal. weiss jemand wie der höchste berg europas heisst? so wie auf dem bild soll er laut wikipedia aussehen.
update 2006_1028: ich nehme die frage zurück, da keiner sagen kann wo europa aufhört.

Dienstag, Oktober 10, 2006

bears II.

schaut euch das video an und begleitet karantula und mich traumdeutenderweise durch die kommentare.


Cant put this off forever,
I've got to tell you some time.
But when I try and say it,
My mouth just gives up and dies.

I lose my meaning when I get this feeling.

Last night I nearly died,
But I woke up just in time.
Last night I nearly died,
But I woke up just in time.

I'm not who you think I am,
I slipped a stranger inside.
It helps the nights go quicker,
But I deminish each time.

And in the morning I shake the warning.

Last night I nearly died,
But I woke up just in time.
Last night I nearly died,
But I woke up just in time.

I get this feeling
I got this feeling
I woke up
I woke up
I'm gonna wake up
Gonna wake up

I lose my meaning when I get this feeling

Oh, last night I nearly died,
But I woke up just in time.
Last night I nearly died,
But I woke up just in time.

Last night I nearly died
Last night I nearly died
Last night I nearly died
(duke special - last night i nearly died)



(duke special - freewheel)
ich mag bären.
siehe auch: bears.

Sonntag, Oktober 01, 2006

Schwimmergedanken.

Gestern war ich mit Herrn K. und der blogtoten Mme. Fufu in der Schwimmhalle im Schwimmsportkomplex Freiberger Platz. Sie hat ein großartiges 50-Meter-Becken für 1,08 € Eintritt (stundentische Zehnerkarte). Umgeben vom Ambiente vergangener Zeiten musste ich an den Leistungssport denken. Dabei fiel mir auf, dass Mme. Fufu und Herr K. viel größer sind als ich und mit besonders großen Händen und Füßen ausgestattet sind. Ist es dann nicht so, dass die beiden deshalb die 500 Meter viel schneller zurücklegen können als ich?

Wenn dem so ist bin ich für neue Regeln im Leistungssport, die rückwirkend gelten: Zur Bewertung einer Leistung wird die benötigte Zeit/Strecke mit der Länge des rechten Zeigefingers und des rechten Fußes multipliziert und dann die Körperlänge hinzugefügt. Alternativ kann die benachteiligte Schwimmerin auch Schwimmflossen und Schwimmhäute tragen. Olympioniken, sucht schön mal eure Medaillen und seid bereit für die große Umtauschaktion.

Mir fällt gerade auf: auch der Körperumfang sollte berücksichtigt werden, denn stromlinienförmige Schwimmer haben wegen ihres geringeren Wasserwiderstandes nicht mehr hinnehmbare Vorteile. In einer nächsten Stufe der Reform des Leistungsschwimmens wird deshalb ab 01.01.2007 die erlangte Zeit durch den Taillenumfang geteilt, um dem Ideal der Gleichberechtigung ein Stückchen näher zu kommen.

Samstag, September 30, 2006

Chinesische Kultur. 汉堡的汉人之堡

Ich war diese Woche zusammen mit Qin 沁 in Hamburg und habe mich einer Fortbildung in Sachen chinesischer Kultur unterzogen. Ich habe viele neue Eindrücke mitgebracht. Unter anderem:

- eine Kontroverse über Ideologiekolonialismus, die ich nach Dresden mitgebracht habe.
- Chinesen, die ein Haus geschenkt bekommen oder auch nicht.
- dass gebratene Hühnerfüße nicht so sehr wie Hühnerfüße aussehen, sondern wie dünne Knochen.
- dass sich manchmal sogar eine lange Reise lohnt, wenn einen nur ein Ausstellungsraum mit nicht viel mehr als 10 Bildern für 4 € erwartet - das sind 40 Cent pro Bild. Und wieviel Spass es macht in einer Stadt etwas zu suchen und kein Passant weiss genau wo es ist.
- dass ich kaum noch Chinesisch sprechen kann.
- dass Sportschuhe größer sein müssen als normale Schuhe und nur 1000 km weit tragen. Meine Joggingschuhe sind viel zu klein, schon über 1000 km alt und ich habe deswegen kein Profil mehr.
- dass es mit dem kulturwissenschaftlichen Institut der Hamburger Universität nicht weit her sein kann.

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Mehr Fotos aus China von Michael Wolf.

Mittwoch, September 20, 2006

lieblingsconfession.


forbidden love, mein lieblingslied von confessions on a dance floor. wird das die fünfte singleauskopplung? ich hatte geplant dieses video in die sidebar zu machen, aber blogger in beta verträgt das nicht. buhu.

In a move which can only seem to benefit fans, Warners and YouTube has come to an agreement to allow music/video copyrighted by Warners to be allowed on YouTube legally - with Warners and YouTube sharing the advertising revenue but without causing problems for the fans uploading the material. madonnalicious.com


update 20070123 gestern stellte warner brothers ein exklusive life-aufnahme von madonna in youtube, um ihre neue cd/dvd (confessions tour) zu promoten. - sicher die preiswerteste art und weise.

Dienstag, September 19, 2006

ClearType und Serifenschrift.

Seit einigen Tagen habe ich die Darstellung meines Laptops Tobie auf ClearType (in Windows XP Rechtsklick auf dem Desktop -> Darstellung -> Effekte) umgestellt und mit ClearType Tuning an Tobies LCD-Bildschirm angepasst. ClearType verbessert laut Microsoft die Lesbarkeit bestimmter Schriftarten auf Flachbildschirmen. Ich habe festgestellt, dass mit ClearType auch Serifenschriften im Internetbrowser hübsch anzusehen sind. Als logische Folge habe ich heute Camusliebtduessi komplett auf die Serifenschrift Georgia umgestellt. Besonders das kursiv Geschriebene hat es mir angetan. Ausgesprochen hübsch.
oben normale Schriftauflösung, unten ClearType

Ich habe das in meiner Macht stehende getan, um die Lesbarkeit von Camusliebtduessi zu steigern. Wollt ihr, liebe Leser, auch daran teilhaben, dann aktiviert Cleartype und nutzt den Tuner. Ich bin mir sicher ihr seid zu technikfaul um meinem Tip Folge zu leisten. So habe zumindest ich das Serifen-Sehvergnügen allein für mich.

Siehe auch: Typografie: Gute und schlechte Schriftarten. [2006 0906]

Samstag, September 16, 2006

Zeit-Kritik II. Die Zeit recherchiert flapsig.

Ausgabe 38/2006 der Wochenzeitung Die Zeit gibt mal wieder Anlass zum Nachdenken. Es sind Grafik und Artikel auf Seite 10.

1. Es ist ein Balkendiagramm, das der Zeit liebste Element zur grafischen Darstellung quantitativer Daten. Es enthält - und diese Feststellung steht repräsentativ für alle Balkendiagramme in der Zeit - zuviel Clutter, zuwenig Information. Das Balkendiagramm gibt fünf Zahlen zu Mehrfachantworten ohne hohen Informationswert wieder. Zeit-online war so klug, die informationsdürre Grafik nicht abzubilden. Ein Eye-catcher wie eine Grafik sollte nicht in erster Linie bunt sein, sondern eine Fülle an Information bieten.

2. Gravierender: Es fehlt eine Angabe zur Grundgesamtheit (die Grundgesamtheit ist der Personenkreis, auf den die Prozentangaben übertragen werden können) - 100 % von was? 100 % von welchen muslimischen Frauen?

3. Diese fehlende Information stützt die sensationsmachende Lüge der Repräsentativität im Titel des Artikels: "Die erste repräsentative Untersuchung muslimischer Kopftuchträgerinnen zeigt: Sie sind ganz normale Frauen." Die Quelle, auf den sich Die Zeit beruft, die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) schreibt etwas anderes:
Die praktische Umsetzung erwies sich insofern als nicht ganz einfach, weil der Königsweg der empirischen Sozialforschung, die Datenerhebung mittels einer repräsentativen Stichprobe, in diesem Fall ausschied. Es gibt kein Verzeichnis Kopftuch tragender Frauen, aus dem eine Stichprobe hätte gezogen werden können. [...] Es wurden zweisprachige Interviewerinnen (türkisch/deutsch) [...] rekrutiert, die anhand eines zweisprachigen Fragebogens in ausgewählten Moscheegemeinden Kopftuch tragende, türkischstämmige Frauen im Alter zwischen 18 und 40 Jahren interviewen sollten. [...] Insgesamt wurden 315 türkischstämmige Frauen befragt. Wir haben uns auf türkischstämmige Frauen beschränkt. [...] Die von den Interviewerinnen besuchten Moscheegemeinden sind so ausgewählt worden, dass sie einen gewissen Querschnitt des islamischen Lebens in Deutschland spiegeln sollten. Das Spektrum reichte von Gemeinden, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden, bis hin zu eher liberalen Gemeinden. Einbezogen wurden Moscheegemeinden in Hamburg, im Rheinland, in Berlin und Stuttgart. Es handelt sich bei dieser Untersuchung also nicht um eine repräsentative Studie. Die Erstellung einer repräsentativen Studie ist bei dieser Personengruppe nicht möglich, da die Bedingungen zur Ziehung einer Zufallsauswahl nicht vorliegen. Die Aussagen dieser Studie sind daher im streng statistischen Sinn nicht ohne weiteres auf alle Kopftuch tragenden Musliminnen zu übertragen. Dennoch ist davon auszugehen, dass die Ergebnisse weit über den befragten Personenkreis hinaus gelten. (12/13)

Die Studie ist nicht repräsentativ für muslimische Kopftuchträgerinnen in Deutschland. Sie ist erstens begrenzt auf die in Deutschland lebenden Kopftuchträgerinnen mit türkischem Migrationshintergrund im Alter von 18 bis 40 - vermutlich die liberalsten Kopftuchträgerinnen der Welt. Und zweitens beruht sie nicht auf einer Zufallsauswahl der Befragten. Die Zeit möchte sich aus der Affäre ziehen, indem sie auf die Güte der Daten pocht:
Die Arbeit [...] ist fast in jeder Hinsicht so repräsentativ, wie eine Studie über eine Gruppe unbekannter Größe und Zusammensetzung es nur sein kann.

Das ist geschönt. Die KAS schreibt:
Der Forschungsansatz und die nicht repräsentative Auswahl führten zu gewissen Verzerrungen hinsichtlich der sozialstrukturellen Zusammensetzung der befragten Frauen. So verfügten die Teilnehmerinnen über ein überdurchschnittliches Bildungsniveau. (15)

Fazit: Die Zeit sollte sich hüten, eine Studie repräsentativ zu nennen, wenn der Quelltext dies vehement ablehnt und kein Zufallsprinzip angewandt wurde.
Dennoch: Auch wenn sie sich diese Faux-pas leistet und auch wenn ich nicht beim großen Sommerpreisrätsel gewinne: Die Zeit ist und bleibt meine Lieblingszeitung.

Zum Artikel auf www.zeit.de Was denkt der Kopf unter dem Tuch
Jessen/Wilamowitz-Moellendorff (2006). Das Kopftuch - Entschleierung eines Symbols? KAS.
Zeit-Kritik I: Grafiksalat zur Kinderbetreuung [Ausgabe 27/2006]
Zur Kritischen Antwort auf die KAS-Studie
im Blog von Lutz Sindermann.

Trophäen zu diesem Blogeintrag



Quelle: MyStatcounter